Bewertungssysteme sind die Achillesferse fast aller Leseplattformen. Fünf Sterne sind zu wenig Auflösung, zehn Sterne sind zu viel kognitiver Aufwand, Daumen hoch/runter ignoriert Differenzierung. Wir haben uns für 1–10 entschieden, weil das nahe genug am Schul- und Sportler-Vokabular ist, dass die meisten Leser ein klares Gefühl für „Sieben“ haben.
Wir haben uns außerdem entschieden: Bewertung erst ab 70 Prozent Lesefortschritt. Warum? Weil wir nicht wollen, dass Episode 1 nach zwei Absätzen mit drei Sternen weggeklickt wird. Eine Bewertung sollte ein Urteil sein, kein Reflex. Wer sich die Mühe macht, eine Episode zu Ende zu lesen, hat ein qualitativ anderes Urteil als jemand, der nach 200 Wörtern aussteigt.
Was dann mit den Bewertungen passiert: Sie fließen — zusammen mit der Anzahl der Unique Readers und der Staffelvollständigkeit — in den Liga-Aufstieg ein. Wir veröffentlichen die genauen Formeln nicht (sonst wären sie manipulierbar), aber das Prinzip ist offen: Qualität schlägt Quantität, aber unter einem Minimum an Reichweite bleibt eine Serie in der unteren Liga.
Das System hat noch Schwächen. Wir arbeiten daran. Feedback bitte an /contact.